Wir unterscheiden uns deutlich vom Wettbewerb

Artikel in INDUSTRIAL Production vom 21.04.2024 – Anja I. Gondolf im Gespräch mit Andreas Mühlbauer

„Wir unterscheiden uns deutlich vom Wettbewerb“

Das IT-Unternehmen 21unity bietet eine Reihe von Hardware- und Software-Services, daneben klassische Dienstleistungen. Andreas Mühlbauer sprach mit Geschäftsführerin Anja I. Gondolf über den Auftritt auf der Hannover Messe sowie über die Leistungen des Unternehmens und zukünftige Entwicklungen.

21unity ist ein IT-Dienstleister. Welche Services bieten Sie in diesem Rahmen an und welches sind Ihre wichtigsten Produkte?

21unity ist mehr als ein reiner Dienstleister. Neben unserer Systemhaussparte mit Fokus auf Securitylösungen betreiben wir ein eigenes Data-Center, sind Cloud-Service Provider, Hardware-Hersteller im Storage und HPC Umfeld sowie Distributor.

Auf der Hannover Messe präsentieren wir im Systemhausbereich das Thema Netzwerk mit einer Firewall-Lösung von Clavister, Diagnose-Hardware von netAlly und Switching bzw. WLAN-Equipment von Ruckus. Weiterhin zeigen wir die Authentifizierungslösungen von Yubico (Yubi-Key).

Unsere Cloudsparte zeigt eine Cloudalternative am Standort Deutschland für Zusammenarbeit in Verbindung mit einem vollwertigen Office-Paket auf Basis von Nextcloud Enterprise. Gemeinsam mit Seagate präsentieren wir unsere Storage-Lösung. Aber damit kratzen wir immer noch an der Oberfläche. Wir sind mit unserer Beratung recht gut aufgestellt.

Aus welchen Branchen kommen Ihre Kunden?

Wir konzentrieren uns auf Kunden, deren Anforderungen aus dem Enterprise-Umfeld kommen. Wir arbeiten branchenunabhängig, da unser Fokus im Infrastrukturbereich bis zur Ebene Server und Storage geht. Alles darunter, insbesondere Netzwerk (aktiv und passiv) wird durch uns abgedeckt.

Unterstützen Sie die Kunden von A bis Z? Beratung, Konzeption, Realisierung von Hardware, Software, Vernetzung und Inbetriebnahme?

Nein, wir holen den Kunden da ab wo er steht und versuchen mit den kundenseitig vorhandenen IT-Kapazitäten in die Themen reinzuarbeiten, bei denen der Kunde nicht oder schlecht aufgestellt ist. Häufig bekommen klassische IT-Abteilungen den Sprung nicht hin, da sie ihre Konzepte einfach nur größer skalieren möchten und vor allem das Vorhandene bewahren wollen. Ab einem gewissen Punkt geht das aber nicht mehr. Hier setzen wir dann an.

Sie bieten selbstverständlich auch anschließenden Support und Service an. In welchem Umfang?

Und hier unterscheiden wir uns deutlich vom Wettbewerb, da wir eher auf 3rd-Level Themen in der Nachbetreuung spezialisiert sind. 1st und 2nd Level wird in der Regel von den IT-Abteilungen selbst abgedeckt. Wir haben nur geringes Interesse operativ einzusteigen, da dies bei uns Kapazitäten bindet.

Sie bieten plattformunabhängige Lösungen an. Lassen sich unterschiedliche Plattformen und Systeme immer problemlos vernetzen?

Gerade bei Cloud-Produkten sollte es keine Bindung von Funktionen an das Betriebssystem geben. Unsere Produkte im Cloud-Umfeld benötigen einen Browser – den finden sie so ziemlich auf jeder Plattform.

Welchen Stellenwert hat IT-Security für Sie und mit welchen Maßnahmen können Sie diese möglichst sicherstellen?

Viele Unternehmen haben aufgrund des gefühlten Zwangs, alles zu digitalisieren, den Fokus auf Funktion gelegt mit dem Ergebnis, dass Sicherheit häufig zu kurz kommt. Im Jahr 2024 unterhalten wir uns mit Kunden teilweise immer noch über das Thema Kennwortsicherheit. In so einem Fall läuft aber noch mehr schief. Viele Sicherheitsprobleme kommen durch die Homogenisierung und Integration, d.h. möglichst wenig Hersteller die eine hohe Integrationstiefe in andere Produkte haben, d.h. der Verzeichnisdienst kommt von Hersteller M. und jedes andere Produkt setzt darauf auf. Suchen Sie mal die Schwachstelle. Wir isolieren die Schichten voneinander. OS, Netzwerk und Perimeter bilden eigene Sicherheitsdomänen die keine Abhängigkeiten haben.

Wir haben aber auch keine Probleme damit, innerhalb einer Domäne noch mal zu separieren, sofern es die passende Anforderung gibt.

Welches sind die wichtigsten Trends im IT-Bereich, und wie sehen Sie die kommenden Jahre für Ihre Branche?

Das Lösen aus der Abhängigkeit der drei amerikanischen Anbieter im Bereich Cloud ist für den deutschen Mittelstand das wichtigste Gebot. Nachdem On-Premise faktisch nicht mehr denkbar ist, sind die amerikanischen Anbieter gerade dabei ihre Marktmacht in der Cloud durchzudrücken und den IT-Betrieb Jahr um Jahr teurer zu machen. Reden wir mal nicht über die Frage, wo die Daten liegen und was damit gemacht wird. Die Integration von KI und die dahinter liegenden Modelle sollten ein zusätzlicher Motivator sein, in diese Richtung zu denken. Fatalerweise wird Cloud hier in Deutschland mit genau einem Anbieter verbunden. Hier setzt nur langsam ein Umdenken ein.

Die nächsten Jahre werden sicher diese Abwanderung zum Thema haben. Das Security-Thema überlagert nur durch die vielen Cyberangriffe auf den Mittelstand die ganze Diskussion und ist für Entscheider zur Zeit ein Fass ohne Boden.

Wie oft waren Sie schon auf der Hannover Messe und wo sehen Sie deren Bedeutung vorwiegend?

Wir haben in der Vergangenheit oft den Kontakt zu IT-affinem Publikum gesucht und waren auch hier auf entsprechenden Spartenmessen vertreten. Hier in Hannover suchen wir erstmals über eine Messe den Weg zu den Entscheidern, um am Ende beide Seiten von unserem Ansatz zu begeistern. Top-Down statt Bottom-Up.

Hannover Messe, Halle 16, Stand A12

 

Quelle: https://www.industrial-production.de/wirtschaft—unternehmen/im-interview–anja-i–gondolf.htm

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